


Rangendingen. Einen erlebnisreichen Ganztagsausflug in den Südschwarzwald unternahm vergangene Woche das katholische Altenwerk St. Gallus.
Zwei Busse brachten 86 erwartungsfrohe Teilnehmer bei schönstem Sommerwetter zum ersten Ziel Stühlingen, wo Pfarrer Norbert Dilger in der Klosterkirche Maria Loretto mit den Ausflüglern zunächst Eucharistie feierte. Danach richtete sich das Interesse aller auf das Kapuzinerkloster Stühlingen.
Persönliche Beziehungen zwischen Rangendingen und den Stühlinger Kapuzinern bestanden bis Anfang der 60er Jahre mit dem aus dem Ort stammenden Pater Sebastian Wannenmacher, der im Kapuzinerkloster Stühlingen seinen Lebensabend verbrachte. Zuvor diente er dem Orden als Lehrer und Seelsorger der Gemeinschaft in der Ordenssschule Kleve und Bochold. Er ruht in der Gruft unter der Kirche.
Pater Laurentius, ein Mitbruder des Stühlinger Klosterkonvents führte die Rangendinger nach dem Gottesdienst in die Geschichte von Kloster und Kirche ein, wobei er betonte, dass die Kapuziner geistige Söhne des heiligen Franziskus von Assisi seien und als unkompliziert und fröhlich, aber auch als ernst und beschaulich gelten. Stets waren sie zeitgemäß und immer nahe bei den Menschen.
Im Stühlinger Kloster mit Landwirtschaft und Garten nahe der Grenze zur Schweiz, das Kapuziner und Schwestern der Reuter Franziskanerinnen in gemischter Kongregation beheimatet, sind auch Gäste beiderlei Geschlechts willkommen, die hier als Gäste "Kloster auf Zeit" mit täglich festen Gebetszeiten und Euchariestiefeier leben und erleben wollen. Das Kloster sei weder Tagungshaus noch Meditationszentrum, weder Jugendherberge noch Ferienkloster, weder Exerzitienhaus noch Bildungsstätte, sondern verstehe sich als Kloster zum Mitleben einschließlich tatkräftiger Mithilfe der Gäste in Haus und Garten, schloss Pater Laurentius.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen fuhr man weiter nach Schaffhausen an den Rheinfall. Dort war zu erfahren, dass dieser 150 Meter breit und 23 Meter hoch ist. Im Sommer stürzen 600 und im Winter 250 Kubikmeter pro Sekunde schäumend in die Tiefe. Die Ausflügler nutzten dort die Zeit zur Schifffahrt oder machten kleine Rundgänge mit Kaffeepause.
Abschluss der Fahrt mit Abendessen und gemütlichem Teil war im Gasthaus "Löwenstuben" in Schörzingen, wobei von den Rangendingern zur Gitarrenbegleitung von Karl Schilling manch frohes Lied gesungen wurde.
Tauber Zeitung, 7. Juli 2010

