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Fest der Aufnahme Marias in den Himmel
Am Sonntag, 15. August,
zum Tag der Aufnahme Marias in den Himmel laden wir zu den Gottesdiensten um 8.30 Uhr und 10.30 Uhr ein – nach der Hl. Messe um 10.30 Uhr ziehen wir in Prozession zur Segnung der Kräuter in den Klostergarten. Damit kommen wir einem alten Brauch nach, an diesem Marientag die ersten Kräuter des Sommers zu segnen. Bringen Sie bitte Kräutersträuße mit! Vielerorts sind Kräuterweihen in Vergessenheit geraten. Die Wurzeln dieser Tradition reichen bis zu den Ur-Mysterien der Menschheit. Helfen sollten die geweihten Kräuter (besonders in Form einerTeezubereitung) gegen mögliche Verzauberung des Viehs, gegen Gewitter und Krankheit; für eine gute Ernte, für Eheglück und vieles mehr. Um 745 n. Chr. wurden Kräuterweihen verboten, dann aber unter den Segen Marias gestellt. Seitdem feiert man die Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt. Das Fest und der Brauch der Kräutersegnung wurden durch fromme Legenden miteinander verbunden. So erzählte man sich, dass - als die Apostel das Grab Mariens nach deren Tode besuchten - es leer gewesen sei. Im Grab hätten sie Rosen und Lilien gefunden. Die Umgebung des Grabes aber sei erfüllt gewesen vom Duft der vielen Heilkräuter, die Maria so geliebt habe. Der 15. August ist der Auftakt zur wichtigsten Kräutersammelzeit des Jahres; sie dauert bis zum 15. September. Wenn die Kräuter im Festgottesdienst an Mariä Himmelfahrt gesegnet werden, wird damit der Dank an Gott für die Kräuter mit ihren heilenden Kräften zum Ausdruck gebracht. Sie versinnbildlichen das gesamte Heil, das Gott uns schenkt, und erinnern an Maria, die sich dafür entschieden hat,die Mutter Jesu zu werden und die dadurch dem Heil in seiner Person den Weg in unsere Welt bereitet hat. Symbolträchtig ist auch die regional unterschiedliche Anzahl der Kräuter, die in den Kräutersträußen gebunden werden. Sieben (als die alte heilige Zahl) müssen es mindestens sein, neun sind gebräuchlich, aber auch zwölf, 24, 72 oder sogar 99 sind bekannt. Typische Kräuter sind Alant, Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Kamille,Thymian, Baldrian, Eisenkraut und Frauenmantel. Als Zepter kommt in die Mitte meist die Königskerze. Aber auch andere Kräuter finden Verwendung; gelegentlich werden auch Ähren und Beeren eingebunden. Mancherorts setzte man als Huldigung an die Gottesmutter in die Mitte des Straußes eine Lilie oder eine Rose. |
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Damit kommen wir einem alten Brauch nach, an diesem Marientag die ersten Kräuter des Sommers zu segnen. 