Der 19. November ist der Festtag der Heiligen Elisabeth von Thüringen, die als Sinnbild tätiger Nächstenliebe verehrt wird. Wie hat Elisabeth gelebt? Was verbindet sie und Mutter Teresa? Und wie war das nochmal mit dem Rosenwunder? Der Kapuziner, Theologe und Franziskusforscher Leonhard Lehmann, der in Münster lebt, gibt Antworten. Zwölf spannende und aufschlussreiche Minuten, hören Sie doch mal rein und klicken Sie hier.

Die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie macht einsam. Kontaktbeschränkungen und Abstand widersprechen der natürlichen Sehnsucht nach räumlicher Nähe, die rein digital nicht gestillt werden kann. Wie man diese schwierige Lage durchstehen kann und warum man Gott durchaus die eigene Not dieser Tage hinhalten kann, kommentiert der Kapuziner Stefan Maria Huppertz aus Frankfurt am Main. 

Selige Kapuziner: Der Vatikan hat Ende Oktober ein Dekret erlassen, in dem das Martyrium der beiden Kapuziner Leonard Melki und Thomas Saleh anerkannt wird. Die beiden Ordensleute und Priester waren Kapuziner der Kustodie im Nahen Osten und wurden aus „religiösem Hass“ getötet. Sie starben in den Jahren 1915 und 1917 im Zuge des Völkermordes an den Armeniern durch das Osmanische Reich.

„Wo die Stille mit dem Gedanken Gottes ist, da ist nicht Unruhe, noch Zerfahrenheit.“ Dieses Zitat ist von Franz von Assisi zum Thema "Stille" überliefert. Warum ist Stille wichtig? Wie kann ich in der Ruhe Gott erfahren? Und kann ich in der Stille auch Gemeinschaft erfahren? Antworten auf diese Fragen gibt der Kapuziner Pius Kirchgessner, der im Kloster Zell am Harmersbach lebt und arbeitet. Ein Gespräch mit Bruder Pius über die Gegenwart Gottes, den inneren Chor der Ängste und die Selbstfindung.

„Wir sind aufeinander angewiesen“: Der Kapuziner Helmut Rakowski kommentiert die neue Enzyklika und ihren Bezug auf die Themen der Mission. Für ihn steht fest: Papst Franziskus stellt sich auf die Seite der Armen und Entrechteten und derer, die Anders sind. „Wie er in Argentinien habe ich in Mexiko die Folgen eines ungebremsten Kapitalismus und der Globalisierung erlebt“, sagt Br. Helmut. „Wer bei den Armen lebt, egal ob bei uns oder anderswo, weiß es zu schätzen, dass der Papst sich für Geschwisterlichkeit und soziale Freundschaft einsetzt.“

„Kirchen in Chile brennen“: So titelten vor einigen Tagen zahlreiche Zeitungen. Der Kapuziner Juan Bauer lebt seit 1974 in Chile, zurzeit in Pucón in der Región de la Araucanía. „Das Land ist gespalten zwischen einigen wenigen sehr reichen Personen und einer Mehrheit, die um ihre Existenz hart ringen muss“, berichtet der Priester im Interview. Was er über die aktuelle Lage nach dem Verfassungsreferendum im Oktober, die Corona-Pandemie und die soziale Spaltung im Land zu erzählen hat, lesen Sie hier.

Pater Theophil Odenthal ist am 29. Oktober 2020 an den Folgen einer Coronainfektion gestorben. Fast 55 Jahre lebte und arbeitete der deutsche Kapuziner auf der indonesischen Insel Sibolga unter dem Volk der Batak. Wenige Tage vor seinem Tod war er vom Kloster Mela in der Stadt Sibolga ins Krankenhaus nach Medan verlegt worden, wo der 86-jährige verstarb. Walter Odenthal wurde in Lippstadt/Westfalen geboren und trat 1958 im Alter von 24 Jahren in den Kapuzinerorden ein.

Laut dem aktuellen Monitor Jugendarmut 2020 der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KjS) ist die Armut "eine feste Begleiterin" im Leben vieler Jugendlicher. 3,2 Millionen Kinder und Jugendliche sind armutsgefährdet, Corona verschärft die Lage noch. Jugendliche sind besonders gefährdet, weil gerade diese Lebensphase gleichzeitig wichtig und instabil ist. "Kinder und Jugendliche müssen die Chance erhalten, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen", sagt der Kapuziner Jens Kusenberg. Ein Kommentar.

Deutsche und niederländische Kapuziner rücken zusammen: Mitte November wird die Generalkustodie der niederländischen Kapuziner in eine Delegation der Deutschen Kapuzinerprovinz umgewandelt. Diese Entscheidung hat Roberto Genuin, Generalminister der Kapuziner, in Rom getroffen. Der Grund für die Zuordnung der Niederlande zur deutschen Provinz: Die Voraussetzungen für das Bestehen einer eigenständigen Kustodie in den Niederlanden sind nicht mehr gegeben. Die niederländischen Kapuzinerbrüder sind damit ab dem 12. November 2020 Teil der deutschen Provinz.

In Zeiten der Corona-Pandemie in der Deutschen Kapuzinerprovinz verbunden bleiben: Die Digitalisierung macht es möglich. Mitte Oktober fanden fast 60 Kapuzinerbrüder in ihren Konventen in ganz Deutschland vor ihren Bildschirmen zusammen und diskutierten über die aktuelle Lage der Welt, der Kirche und des Ordens. Auch das gemeinsame Gebet kam nicht zu kurz. Den Anfang der Digitaltagung machten zwei Impulsvorträge von Carolin Kronenburg (Pressesprecherin von Adveniat) und Joachim Frank (Journalist und Vorsitzender der Gesellschaft Katholischer Publizisten).

Papst Franziskus hat den sogenannten „Kardinalsrat“ aufgestockt. Der „Consiglio di Cardinali“ wurde im Jahr 2013 eingerichtet und berät das katholische Kirchenoberhaupt bei der geplanten Kurienreform. Neu in den Rat, der damit aus sieben Mitgliedern besteht, hat Papst Franziskus den Kapuziner und Erzbischof von Kinshasa im Kongo, Kardinal Fridolin Ambongo Besungu, berufen. Aus Deutschland ist und bleibt der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, Mitglied des Gremiums. Auch der Kapuziner Sean-Patrick O’Malley aus den USA, wurde im Amt bestätigt.

Fünf Jahre nach seinem Schreiben „Laudato si‘“ hat der Papst am 3. Oktober 2020 in Assisi ein weiteres Grundsatzdokument für die gesamte Menschheit veröffentlicht. Wieder hat er einen franziskanischen Titel gewählt: „Fratelli tutti“. Ein Gespräch über die neue Enzyklika mit dem Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz, Christophorus Goedereis. Er sagt: "Das Dokument zeigt uns nicht nur, wie aktuell die franziskanische Spiritualität ist – es zeigt uns auch, dass die Menschheit sich neu für die Grundwerte entscheiden muss, die dem Heiligen Franziskus heilig waren."

Jubiläum in Corona-Zeiten: Gemeinsam mit Weihbischof Peter Birkhofer und anderen Gästen aus Politik und Gesellschaft haben die Kapuziner im Kloster Zell am Harmersbach das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen des Klosters gefeiert. In einem feierlichen Gottesdienst wurde das besondere Wirken der Ordensmänner in der Wallfahrtskirche „Maria zu den Ketten“ und im Ort Zell am Harmersbach gewürdigt. In seiner Predigt lobte Birkhofer die Kapuziner in Zell für den „Ort der Begegnung“, den sie auch in ihrer Arbeit für die Wallfahrtskirche immer wieder prägen.

„Fratelli tutti“: So lautet der Name der dritten Enzyklika von Papst Franziskus. Im Vorfeld gab es heftige Diskussionen um die Übersetzung. Heißt es „Wir Brüder alle“ oder doch „Wir Geschwister alle“? Der Schweizer Kapuziner Niklaus Kuster hat sich den Text genauer angesehen und plädiert für sorgsame Übersetzungen. Für ihn steht fest: Das „omnes fratres“ oder „fratelli tutti“ der Enzyklika ist als Zitat des heiligen Franziskus so zu übersetzen, dass sich Männer und Frauen insgesamt angesprochen fühlen.

Mitte September sind im Kloster Camerino in Italien sechs Novizen aus Deutschland, Italien und Frankreich eingekleidet worden. Aus der Deutschen Kapuzinerprovinz dabei: Br. Alexander Schröter, Br. Moritz Huber und Br. Julian Pfeiffer. Einen Tag später band sich am gleichen Ort Br. Michael Masseo Maldacker für drei Jahre an den Orden. Mit der zeitlichen Profess versprechen die Kapuziner nach dem Ende der Noviziatszeit, in Armut, Gehorsam und eheloser Keuschheit zu leben. Der Provinzial der deutschen Kapuziner, Br. Christophorus Goedereis, nahm die Profess entgegen.