Wohnungslose leiden ganz besonders unter der aktuellen Corona-Pandemie. Bruder Michael Wies, Guardian des Kapuziner-Klosters in Frankfurt am Main und Einrichtungsleiter des Franziskustreffs, benennt die Herausforderungen und fordert eine Politik des sozialen Wohnraums.

Wofür brennen wir? Was begeistert uns? Die Sehnsucht nach Lebenssinn, Glück und Erfüllung ist ungebrochen. Im Begriff der „Spiritualität“ findet sie ihren Mittelpunkt. Orden und geistliche Gemeinschaften sind Träger großer Spiritualitätstraditionen. Die Philosophisch-Theologische Hochschule der Kapuziner in Münster, die PTH, veranstaltet in diesem Sommer eine Ringvorlesung unter dem Titel "Quellen der Inspiration - Ordensspiritualitäten für heute ausgelegt". Sie ist auf Youtube zu sehen.

Der Kapuziner Br. Paulus Terwitte erhält das Verdienstkreuz am Bande. Er wird damit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seine Arbeit zum Wohle von Obdachlosen und Menschen mit geringem Einkommen ausgezeichnet. Paulus Terwitte setzt sich seit vielen Jahren für Menschen am Rande der Gesellschaft ein. Zurzeit kümmert er sich als Vorstandsvorsitzender um die Franziskustreff-Stiftung in Frankfurt am Main.

IUNCTUS, das Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner, bietet neu die berufsbegleitende Weiterbildung „Spiritualität – Theologie und Praxis“ an. Der Kurs mit Zertifikat erschließt mit seinen aufeinander aufbauenden Modulen alle wesentlichen Aspekte und Dimensionen christlicher Spiritualität. Die Weiterbildung startet mit einer Schnupperwoche im Dezember 2021 und endet mit einem Reflexionswochenende im Mai 2023.

Die deutschen Kapuziner haben eine neue Reihe ihres Klosterpodcastes PODKAP mit dem Titel „SANCTUM_Franziskanische Heilige“ gestartet. Zweimal im Monat, am zweiten und vierten Dienstag, stellt der Kapuziner Leonhard Lehmann ein franziskanisches Vorbild und sein besonderes Leben vor und berichtet, was uns die oder der Heilige in der heutigen Zeit noch zu sagen hat. Heilige sind gerade heute, in einer Zeit der Influencer und sozialer Medien, als Wegweiser hochaktuell.

Die Heizungsrohre des Kapuzinerklosters in Werne sind defekt. Das System verliert jeden Tag mehrere hundert Liter Wasser und gefährdet das Fundament von Kirche und Kloster. Für die aufwändigen Arbeiten im Kloster bitten die Kapuziner vor Ort und die Deutsche Kapuzinerprovinz um Unterstützung. 

Bruder Julian Pfeiffer ist seit etwa einem halben Jahr im Noviziat, der Ausbildung zum Kapuziner. Diese findet im italienischen Camerino statt. Was den jungen Ordensmann (Jahrgang 1999) vor Ort beschäftigt, warum er sich für ein Leben im Orden entschieden hat und wie Corona das Leben in Camerino prägt, berichtet er im Gespräch mit kapuziner.de.

Angst vor Veränderung? Oder birgt Wandel echte Chancen? Ein Gespräch über die Notwendigkeit von Vielfalt und Kommunikation, die Wandlungsfähigkeit von Kirche und Orden sowie einen kommenden Neubeginn. Mit dem Kapuziner und Priester Br. Norbert Schlenker, der den Konvent in Altötting leitet. Teil der Serie "Was uns bewegt: Kapuziner im Gespräch", die sich bisher mit den Themen Wandel, Zweifel, Stille, Macht und Heimat auseinandergesetzt hat.

Die deutschen Kapuziner haben Anfang März ihre ursprünglich in Altötting geplanten Exerzitien online durchgeführt. Per Zoom nahmen etwa 35 Ordensbrüder an den dreitägigen geistlichen Übungen teil. Durch die Exerzitien, die mit „einfach leben“ überschrieben waren, führte der Franziskaner Markus Fuhrmann. „Einfach leben, das ist ein ambitioniertes Motto, denn für viele Menschen ist das Leben derzeit ja nicht gerade einfach“, sagt Bruder Markus.

Viele Monate war die Kapuzinerkirche in Werne für die Öffentlichkeit geschlossen. Der Grund: eine gründliche Renovierung des barocken Gotteshauses. Am 14. Februar 2021 wurde die Kirche feierlich wieder eröffnet - mit einem Gottesdienst. "Wir freuen uns sehr über die Eröffnung", sagt der Kapuziner Romuald Hülsken, der dem Kloster in Werne vorsteht. "Unsere Kirche erstrahlt in neuem Glanz."

Es ist ein zentraler Begriff für Führungskräfte: Achtsamkeit. Doch was bedeutet das konkret? Geht es um eine Methode zur Leistungssteigerung oder eine Haltung dem Leben gegenüber? Br. Thomas Dienberg, Kapuziner und Professor für Theologie der Spiritualität in Münster, kommentiert den Begriff mit franziskanischem Blick und gibt Interessierten sieben Leitsätze für achtsame Führung an die Hand.

Der Entschluss der Kapuziner in Altötting, sich auf den Standort St. Konrad zu konzentrieren, steht schon länger fest. Zum September 2021 werden die Ordensleute St. Magdalena verlassen. Nun ist klar, wo die Brüder unterkommen werden: Zwei Brüder sind bereits nach St. Konrad umgezogen, fünf weitere kommen ab September hinzu. Für weitere vier Kapuziner sucht die Provinzleitung noch eine Wohnmöglichkeit in unmittelbarer Umgebung.

Kapuziner Harald Weber ist Ausbildungsleiter der Deutschen Kapuzinerprovinz und leitet den Konvent des Klosters zum Mitleben in Stühlingen. Warum Bruder Harald lebenslanges Lernen für wichtig hält, welche Entwicklungen es im Noviziat im italienischen Camerino gibt und was er selber in Sachen Fortbildung plant, sagt er im Interview.

Erstmals findet in diesem Jahr in Deutschland der „Vocation Music Award 2021“ statt. Bei diesem Wettbewerb können junge Musikerinnen und Musiker einen selbstgeschriebenen Song zum Thema Berufung einreichen. Mit-Organisator ist die Deutsche Kapuzinerprovinz. „Berufung ist wichtig, da ich nur das wirklich und begeistert leben kann, was mich zutiefst bewegt. Und das muss jeder Mensch für sein Leben herausfinden“, erklärt Bruder Christophorus Goedereis, Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz.

Was bedeutet Macht? Wie kann ich diese gut in der Beziehung zu anderen einsetzen? Hat die Kirche ein Machtproblem - und wie lässt es sich lösen? Ein Interview aus der Reihe "Was uns bewegt: Kapuziner im Gespräch" über die Bevollmächtigung durch Gott, Einfluss in den Medien, Charakterköpfe im Orden und die Machtlosigkeit in der Krise. Mit Bruder Paulus Terwitte, der im Kapuzinerkloster in Frankfurt am Main lebt.

Einmal im Monat feiern die Kapuziner ab sofort die Sonntagsmesse um 11 Uhr in der Liebfrauenkirche in "Leichter Sprache". Das bedeutet: einfache Texte, kurze Sätze, verständliche Sprache, klare Symbole und eingängige Musik. „Seit fast 700 Jahren steht die Liebfrauenkirche mitten in Frankfur, seit 25 Generationen wird hier immer neu gefragt, was Menschen im Leben und Glauben helfen könnte“, freut sich Bruder Stefan Maria Huppertz, der seit 2019 Rektor von Liebfrauen ist, über das neue Angebot. 

Bruder Christian Albert ist 34 Jahre alt, Bankkaufmann, Koch und Kapuziner und lebt seit einem halben Jahr in Albanien. Was den jungen Kapuziner bewegt hat, in die Mission nach Fushë-Arrëz im Norden des Landes zu gehen, was er mit dem Begriff Mission verbindet und wie er aus einer Sehnsucht heraus seine Berufung gefunden hat, erzählt er im Interview auf kapuziner.de.

In diesem Jahr feiern die franziskanischen Orden in Deutschland ein besonderes Jubiläum: Vor 800 Jahren kamen die ersten Minderbrüder im Deutschen Reich an. Die drei franziskanischen Orden in Deutschland, die Minoriten, die Franziskaner und die Kapuziner, werden sich 2021 in vielfältiger Form mit diesem Jubiläum auseinandersetzen. „Die franziskanischen Ideale sind gerade heute aktueller denn je. In diesem Jahr wollen wir mit der Gesellschaft über unsere Grundwerte sprechen“, sagt Christophorus Goedereis, Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz.